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Leben begleiten. Menschen stärken. Heilung ermöglichen.

Ich bin ein Junge vom Land, aufgewachsen zwischen Wiesen, Wäldern und Werkbänken. Die Natur war mein Spielplatz – Streiche, Bastelideen, Malereien und die Liebe zum Backen und Kochen prägten meine Kindheit ebenso wie ein klarer Anspruch: In der Schule wurde Leistung erwartet – und meist auch erbracht.

Früh wuchs in mir das Bedürfnis, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Im Praktikum im Kinderheim Tempelacker (St. Gallen) keimte dieser Wunsch – und nahm in meiner Ausbildung zum Sekundarlehrer phil. I (PH St. Gallen) weiter Gestalt an. Ich wollte Wissen weitergeben. Was ich damals noch nicht wusste: Es ging nie nur um Grammatik oder Geschichte. Es ging um das Leben selbst.

Während meiner Jugend wurde auch Bewegung wichtig – Fahrrad, Volleyball, Fitness. Doch die Enge des Dorfes trieb mich nach Zürich, wo das Leben pulsierte. Ich unterrichtete, reiste (Thailand, Kambodscha, Australien), kam zurück ins Klassenzimmer – begleitet von Musik, Schreiben, Malen, Kochen, Freundschaft und Feiern.

Irgendwann zog es mich wieder heraus. Ich suchte Tiefe – und fand mich in der Gastronomie und Hotellerie wieder, einem zweiten Herzen in meiner Brust. Bereits 1998 stand ich im Service in St. Moritz und Lausanne. Es folgte die Ausbildung zum diplomierten Hotelier/Restaurateur HF in Thun mit Stationen in Küche, Event und F&B Management. Intensiv. Erfüllend. Und dennoch: kein nachhaltiger Einstieg möglich.

Gesundheitliche Krisen warfen mich zurück. Eine angeborene Nierenschwäche, Erschöpfung, Depressionen – schließlich die Dialyse. Rückzug, Isolation, das Leben auf Pause. Und dann: das größte Geschenk – eine Lebendnierenspende aus der Familie. Hoffnung, Dankbarkeit. Kaum genesen – kam Corona. Und erneut: gesundheitliche Turbulenzen, ein Kollaps, Angst, Dunkelheit.

Doch etwas kehrte zurück: Klarheit. Ich begann, mein System zu entschlacken. Kein Multitasking, keine Ablenkung. Dafür: Meditation, Natur, Garten, viel Liegen, Atmen, Bewusstsein. Mein Körper wurde wieder ein Ort zum Leben. Und mit ihm kam ein neuer Mensch hervor: ruhiger, konzentrierter, mit anderen Werten. Ein Introvertierter mit Tiefe – und doch offen zur Welt.

Arbeit wurde wieder möglich – und zugleich fragwürdig. Ich fragte mich: Was genau vermittle ich da im Klassenzimmer? Wo bleibt die Menschlichkeit, das Wesentliche? Ich ließ mich im Schulfach Glück (remaking) weiterbilden – und versuchte, Lebenskompetenz, Vision und Achtsamkeit zu vermitteln. Doch das System blieb starr. Es passte nicht mehr.

Schon vorher hatte ich neue Wege angestoßen: die Ausbildung zum Berufsmasseur (Bodyfeet Aarau) und bald auch zum Naturheilpraktiker (Bodyfeet Rapperswil) – als Antwort auf ein klares inneres Bedürfnis: Menschen in ihrer Ganzheit zu begleiten – körperlich, seelisch, menschlich.

Heute bin ich ein Mensch mit einem vollen Rucksack: Erfahrungen aus Pädagogik, Gastronomie, Körperarbeit, Persönlichkeitsentwicklung und Heilung. Ich suche keine Schublade – ich suche Resonanz. Projekte, Menschen, Räume, in denen Wachstum, Verbindung und Authentizität zählen.

Lasst uns etwas bewegen – gemeinsam. Im gleichen Spirit. Ergänzend. Unterstützend. Zukunftsgerichtet. Für den Menschen.